In Zusammenarbeit mit Damen entwickelte und implementierte EMHA ein fortschrittliches Schiffskonstruktions-Überwachungssystem an Bord der Fast Crew Supplier (FCS) 7011. Dieses System bietet Echtzeit-Einblick in die Belastungen der Schiffskonstruktion. Das Ergebnis ist ein datengestützter Ansatz für Wartung, Lebensdauermanagement und Designoptimierung.
Situation
Die FCS 7011 ist für hohe Geschwindigkeiten und intensiven Einsatz unter dynamischen maritimen Bedingungen ausgelegt. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Konstruktion, insbesondere im Hinblick auf die Ermüdung geschweißter Verbindungen. Für Damen und den letztendlichen Schiffseigner war es entscheidend, sich nicht nur auf theoretische Designmodelle zu verlassen, sondern auch Echtzeit-Einblick in die tatsächlichen Belastungen während des Betriebs zu erhalten. Das Ziel war es, die strukturelle Sicherheit zu gewährleisten, die Ermüdungslebensdauer präzise vorherzusagen und Wartung sowie Inspektionen optimal zu planen.
Vorgehensweise
EMHA entwickelte und installierte ein integrales Überwachungssystem, das direkt mit der Damen Triton-Plattform verbunden ist, in der alle relevanten Schiffsdaten gesammelt werden. Dadurch entsteht eine zentrale Umgebung, in der Betriebslasten und strukturelle Reaktionen kontinuierlich überwacht werden können.
Zusätzlich setzte EMHA in enger Zusammenarbeit mit Damen innovative Fatigue Damage Sensors (FDS) an kritischen und ermüdungsempfindlichen Verbindungen der Schiffskonstruktion ein. Diese Sensoren messen die tatsächliche Belastung an diesen Stellen und bilden eine direkte Verbindung zwischen Praxisdaten und theoretischen Modellen. Durch die Kombination dieser Daten mit FEM-Berechnungen können wir eine präzise Vorhersage der verbleibenden Ermüdungslebensdauer bestimmter Konstruktionsteile treffen.
Ergebnis
Mit dem implementierten System verfügt der Schiffseigner über kontinuierliche und zuverlässige Einblicke in die strukturelle Belastung des Schiffes. Dies ermöglicht es, Wartungs- und Inspektionsintervalle gezielt zu optimieren, anstatt sie auf festen konservativen Annahmen zu basieren. Darüber hinaus trägt die gesammelte Daten zur weiteren Verbesserung des Designs ermüdungsempfindlicher Verbindungen in zukünftigen Schiffen bei. Dadurch entsteht eine direkte Feedbackschleife zwischen Design und Praxis. Das Ergebnis ist eine längere Lebensdauer der Konstruktion, höhere Betriebssicherheit und niedrigere Wartungskosten, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Leistung.